Was ist TFP? Eine kurze Einführung
TFP steht für Time for Print — Fotograf:in und Model arbeiten ohne Geld zusammen und tauschen stattdessen die Bilder. Was das genau heißt, wann es passt und wo die Grenzen liegen.
TFP ist die Abkürzung für Time for Print (manchmal auch TFCD — Time for CD, ein Begriff aus den Nullerjahren). Gemeint ist immer dasselbe: Fotograf:in und Model arbeiten zusammen, und es fließt kein Geld. Stattdessen bekommt jede Seite die fertigen Bilder und darf sie für die eigenen Zwecke nutzen — meist Portfolio, Sedcard, Social Media.
Wann TFP Sinn ergibt
TFP funktioniert dann gut, wenn beide Seiten von der Zusammenarbeit etwas bekommen, das sie sich sonst kaufen müssten:
- Fotograf:innen bauen ihr Portfolio aus, probieren ein neues Genre oder Setup aus, oder brauchen Bildmaterial für die eigene Webseite.
- Modelle sammeln Erfahrung vor der Kamera, ergänzen ihre Sedcard mit einem bestimmten Look oder bekommen Material für Agenturbewerbungen.
Wichtig: TFP ist kein Sparmodell für kommerzielle Aufträge. Sobald die Bilder für Werbung, einen bezahlten Kunden oder eine kommerzielle Kampagne gebraucht werden, gehört ein faires Honorar dazu.
Was zu einer TFP-Vereinbarung gehört
Auch wenn kein Geld fließt, ist TFP eine Vereinbarung. Damit hinterher beide Seiten zufrieden sind, sollte vorher klar sein:
- Konzept und Stil — was wird fotografiert, in welchem Look, mit welcher Stimmung?
- Ort, Datum, Dauer — und wer übernimmt eventuelle Kosten (Studio, Anfahrt, Requisiten)?
- Begleitung — darf eine vertraute Person dabei sein? (Bei einem ersten Treffen meistens ja.)
- Anzahl der Bilder und ungefährer Liefertermin.
- Nutzungsrechte — was darf jede Seite mit den Bildern machen, wo dürfen sie veröffentlicht werden?
- Bearbeitung — wer entscheidet über die finale Bildauswahl und Retusche?
Diese Punkte vorher offen anzusprechen ist kein Misstrauen, sondern Respekt. Es spart später viel Ärger.
Wo TFP nicht passt
Sei skeptisch, wenn:
- Eine Seite ausschließlich die eigenen Vorteile betont und die deinen herunterspielt.
- Du dich zu Aufnahmen gedrängt fühlst, die du eigentlich nicht machen willst (Nude, sehr enge Outfits, ungewohnte Posen).
- Es keine vorherige Absprache über Nutzungsrechte gibt.
- Das Konzept vage bleibt — "lass uns einfach mal sehen, was passiert" ist selten ein guter Plan für ein erstes Shooting.
TFP lebt davon, dass beide Seiten den Wert der anderen anerkennen. Sobald sich das nicht so anfühlt, ist es Zeit, ein Gespräch zu führen — oder freundlich abzusagen.
Wie TFPshoots hilft
Die App ist auf genau diesen Ablauf zugeschnitten: ein klares Angebot mit Konzept und Look festhalten, dich abstimmen und ein Call Sheet teilen — Ort, Zeit, Beteiligte, alles auf einen Link. Alles bleibt bei dir; nichts ist Pflicht. Du kannst die App auch dann sinnvoll nutzen, wenn dein Gegenüber kein eigenes Konto hat.