Faire TFP-Absprachen: Eine Checkliste vor dem Shooting
Was du vor einem TFP-Shooting geklärt haben solltest — von der Bildauswahl über Nutzungsrechte bis zur Begleitperson. Eine praktische Checkliste für beide Seiten.
Die meisten unangenehmen TFP-Erfahrungen entstehen nicht aus bösem Willen, sondern aus unausgesprochenen Erwartungen. Wer vorher kurz die wichtigsten Punkte klärt, spart sich später viel Diskussion — und beide Seiten kommen entspannter zum Termin.
Diese Liste ist bewusst kurz. Sie ersetzt nicht das Gespräch, sondern strukturiert es.
1. Konzept und Look
- Was ist das Ziel des Shootings? (Stimmung, Genre, drei bis fünf Referenzbilder)
- Gibt es No-Gos? (Bestimmte Posen, Outfits, Bildausschnitte)
- Wer bringt was mit? (Outfits, Make-up, Requisiten)
2. Logistik
- Datum und ungefährer Zeitraum (Uhrzeit, Dauer)
- Ort — und ein Plan B bei schlechtem Wetter
- Anfahrt und mögliche Kosten (Studio, Eintritt, Spritgeld)
- Wer organisiert Verpflegung bei längeren Terminen?
3. Bildauswahl und Lieferung
- Wie viele Bilder werden voraussichtlich geliefert?
- Wer wählt aus? (In der Regel der/die Fotograf:in, mit Vetorecht des Models bei stark unvorteilhaften Bildern)
- Wie lange dauert die Bearbeitung? (Realistisch: zwei bis vier Wochen)
- In welchem Format? (Web-Auflösung, Druck-Auflösung, JPG/TIFF)
4. Nutzungsrechte
Das ist der Punkt, an dem es am häufigsten knirscht. Klärt schriftlich:
- Wer darf was? Beide Seiten dürfen die Bilder in der Regel für das eigene Portfolio und Social Media nutzen.
- Kommerzielle Nutzung — meist nicht enthalten. Wenn ein Bild später für einen Kundenauftrag verwendet werden soll, ist eine neue Vereinbarung fällig.
- Bildnennung — werden Fotograf:in und/oder Model bei jeder Veröffentlichung genannt?
- Veröffentlichungsbeschränkungen — gibt es Bilder, die nur die jeweils andere Seite nutzen darf, aber nicht öffentlich gezeigt werden?
5. Sicherheit (besonders beim ersten Treffen)
- Trefft euch vorher kurz an einem öffentlichen Ort, wenn ihr euch noch nicht kennt.
- Eine Begleitperson ist normal und sollte nicht gerechtfertigt werden müssen. (Wenn jemand das nicht akzeptiert: Red Flag.)
- Teile die Shooting-Details (Ort, Uhrzeit, Kontakt) mit einer vertrauten Person.
- Du darfst jederzeit Pausen machen oder das Shooting abbrechen — ohne Begründung.
Wozu das alles?
Wenn diese fünf Punkte vor dem Termin geklärt sind, läuft das Shooting ruhiger ab, die Ergebnisse sind besser, und niemand muss hinterher peinliche Nachrichten schreiben. TFPshoots erzeugt für jedes Shooting ein kompaktes Call Sheet — Ort, Zeit, Ablauf und Beteiligte auf einen teilbaren Link. Die Absprachen zu Rechten und Sicherheit gehören weiter ins Gespräch; das Call Sheet sorgt dafür, dass die Logistik nicht jedes Mal von vorn beginnt.