Dein TFP-Profil: was rein gehört
Ein Profil ist die Antwort auf eine Frage, die dein Gegenüber sich in dreißig Sekunden stellt: 'Passt das zu mir?' Was rein gehört, damit die richtigen Anfragen kommen — und die falschen ausbleiben.
Die meisten Leute behandeln ihr Profil wie eine Visitenkarte: Name, ein paar Bilder, fertig. Dabei macht es eine viel konkretere Arbeit. Es beantwortet in dreißig Sekunden die einzige Frage, die jemand beim Draufschauen wirklich hat: "Würde ich mit dieser Person zusammenarbeiten wollen — und würde ich dabei das machen, was ich machen will?"
Ein gutes Profil sagt darauf klar ja oder nein. Ein schlechtes lässt die Frage offen — und offene Fragen führen zu Anfragen, die zu keiner Seite passen.
Die Bildauswahl trägt das meiste
Bilder kommunizieren schneller als Text. Deshalb gilt fürs Profil dasselbe wie fürs Portfolio: Reduktion vor Vollständigkeit. Sechs bis zehn Bilder, die eine Richtung zeigen, sagen mehr als dreißig, die in alle Richtungen streuen — mehr dazu in Weniger Bilder, besseres Portfolio.
- Zeig, was du wiederholen kannst. Ein einmaliger Glückstreffer im Profil weckt Erwartungen, die du am Set nicht einlöst.
- Zeig, was du machen willst — nicht nur, was du schon gemacht hast. Wer in eine neue Richtung möchte, kuratiert in diese Richtung.
- Sei ehrlich über die Bandbreite. Wenn du zweierlei kannst, mach zwei klar getrennte Gruppen, statt beides zu vermischen.
Beschreib dich in Klartext
Unter den Bildern reichen ein paar ehrliche Sätze. Keine Selbstvermarktung, sondern Orientierung:
- Was du machst und in welcher Rolle (Model, Fotograf:in, beides, MUA).
- Worauf du Lust hast — Genres, Stimmungen, Settings.
- Wie viel Erfahrung du hast. "Noch am Anfang" ist kein Makel, sondern ein nützliches Signal — es zieht die Geduldigen an und die Ungeduldigen ab.
- Wie man dich erreicht und wie schnell du realistisch antwortest.
Dos & Don'ts filtern besser als jeder Werbetext
Der unterschätzte Teil eines Profils ist nicht, was du kannst — sondern, was für dich nicht infrage kommt. Klare Don'ts ersparen beiden Seiten ein unangenehmes Gespräch, das sonst erst am Set stattfindet.
- Dos dürfen einladend sein: "Available Light draußen, ruhige Portraits, gern auch experimentell."
- Don'ts dürfen knapp und kommentarlos sein. Eine Grenze braucht keine Begründung. Mehr dazu in Grenzen vor dem Shooting klären.
Ein Profil, das seine Grenzen benennt, wirkt nicht abweisend, sondern souverän. Es signalisiert: Diese Person weiß, was sie will — und damit lässt sich planen.
Was ins Profil nicht gehört
- Private Kontaktdaten, die du nicht mit Fremden teilen würdest.
- Bilder, bei denen du dir unsicher bist. Im Zweifel raus — siehe Portfolio-Logik oben.
- Versprechen, die du nicht hältst. "Antworte sofort" rächt sich, wenn du es drei Tage nicht tust.
Wozu das alles?
Ein scharfes Profil arbeitet für dich, während du schläfst: Die Passenden schreiben dich an, die Unpassenden scrollen weiter — und beides spart Zeit und Enttäuschung. Auf TFPshoots ist dein Profil die Basis, von der aus du Angebote teilst. Je klarer es ist, desto weniger musst du in jeder einzelnen Anfrage von vorn erklären, wer du bist.